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Leserbrief Ortskern (ungekürzt)

Zur Entwicklung unseres Ortskern!

Abriss des alten WEZ und Neubau einer Wohnanlage.

Ausverkauf in Steinfeld, haben Ratsmehrheit und Bürgermeisterin den Ortskern aufgegeben?

Im Bereich des alten WEZ-Marktes soll nun endlich etwas geschehen. Das ist zu begrüßen. Doch anscheinend geht es der Bürgermeisterin, der Ratsmehrheit und der VR Bank Dinklage-Steinfeld nur darum, einen Leerstand und einen „Schandfleck“ aus dem Ortskern zu entfernen. Das Konzept sieht den Bau mehrerer Wohnanlagen vor.

Vor nicht ganz einem Jahr wurde auf Drängen der CDU und auf Kosten der Steuerzahler ein Einzelhandelsgutachten zur Situation im Ort angefertigt. Das Ergebnis sagt aus, dass wir keine weiteren Märkte im Außenbereich brauchen und am Erhalt des Ortskernes arbeiten müssen.

Der Gemeinderat diskutierte über das Konzept und beschloss, diesen Empfehlungen zu folgen. Und jetzt? Man hat es bis zum heutigen Tage nicht hinbekommen, mit den Einzelhändlern, interessierten Bürgern und den Ratsvertretern über das weitere Vorgehen zu beraten.

Das Unternehmerforum, eine Vertretung der Geschäftswelt im Ort, hat sich dieser Aufgabe gestellt. Der Geschäftsmann und Künstler David Beavan stellte bereits vor etwa einem Jahr seine Ideen zur Belebung des Bereiches WEZ vor. Alle Mitglieder des Unternehmerforums wissen von diesen Plänen. Beavan bat die Gemeinde auch, beim Ankauf der Fläche behilflich zu sein. Es passierte aber nichts. Im Gegenteil: Die Bürgermeisterin und einige „Volksvertreter“ machten anscheinend ihr „eigenes Ding“ und sprachen die VR Bank, mit der Bitte nach der Suche eines Investors an. Was dieser mit der Fläche dann macht, scheint egal zu sein. Hauptsache der „Schandfleck“ ist weg. Oder was könnte sonst der Hintergrund für diesen ungeheuerlichen Vorgang im Rathaus sein?

Herr David Beavan und Herr Thomas Walkemeyer traten nun enttäuscht an die Presse (siehe OV 04.10.2012) zu Recht! Frau Honkomp, so geht man nicht mit den Steinfelder Bürgerinnen und Bürgern um! Herr Beavan wollte etwas für den Erhalt des Ortskernes in Steinfeld machen, ganz im Sinne des Einzelhandelsgutachtens. Und die Bürgermeisterin erzählt uns und den Bürgern, sie wisse von nichts. Das Konzept Markthalle sei zu spät gekommen. Wie heißt es doch schon in Kinderbüchern: Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.

Aus meiner Sicht haben die Bürgermeisterin und die Mehrheit des Rates den Ortskern aufgegeben, und dieses schon mit der Planung des „Gewerbegebietes Wilkingshof“. Oder wie soll man es sehen, wenn man im Rathaus eine Vermarktung von Kerngebietsflächen durch die VR Bank anstrebt, ohne eine Diskussion über dieses Thema mit allen Ratsfraktionen und dem Unternehmerforum zu führen. Vielleicht wusste ja Frau Honkomp als Bürgermeisterin einmal wieder nichts davon. Für mich steht fest: Der Ort ist aufgegeben und in Steinfeld gibt es keine Politik, die für die Geschäftswelt im Ortskern arbeitet.

Für mich stellt sich eine ganz einfache weitere Frage: Wer ist eigentlich Chef im Steinfelder Rathaus? Frau Honkomp kann es nach diesem Durcheinander wohl nicht bzw. wohl nicht mehr sein.


Mit freundlichen Grüssen

Christian Katzer